Ein Rückblick auf 2019

„Fehlerkultur in der Rechts­pflege – wie geht es weiter"

24. Januar 2019, DAV-Haus, Berlin
 

Ein spannendes Symposium des Deutschen Anwalt­vereins mit der Überschrift: „Fehlerkultur in der Rechts­pflege – wie geht es weiter" fand am Donnerstag, 24. Januar 2019 um 18:00 Uhr im DAV-Haus, Littenstraße 11, 10179 Berlin statt.

Fehler­kultur – das ist die Frage, wie man mit dem Unver­meid­lichen, nämlich dem Fehler, umgeht. In Krankenhäusern und im Flugverkehr gibt es auf diesen Gebiet guter Erfahrungen. Bei Juristen aber ist Teil ihrer beruf­lichen DNA, Recht zu haben. Das gilt sowohl für die Justiz als auch für die Anwalt­schaft. Fehler sind negativ konno­tiert, weshalb der Umgang mit ihnen so schwer fällt. Es hat sich gezeigt: Eine offene Debatte über den Umgang mit Fehlern in der Rechts­pflege kann dazu beitragen, Prozessabläufe zu verbessern und das Vertrauen der Rechts­su­chenden in das Recht zu bestärken. Für den Moderator ein schwierige Aufgabe, denn wer spricht schon gern über Fehler! Vorträge, Diskussion und die Fragen der Zuschauer , ausnahmslos Experten und Praktiker, versuchten sich an dem Motto „-wie geht es weiter“.
Foto Burkhardt: (v.l.n.r.) Rechtsanwältin und Notarin Ruth Nobel, Vorsitzende des Forums Junge Anwaltschaft im DAV die zum Thema „Fehlerkultur aus der Perspektive einer jungen Einzelanwältin“ sprach, Moderator Alfred Eichhorn, Prof. Dr. Martin Diller, Rechtsanwalt und zuständig für das Risikomanagement bei der Kanzlei Gleiss Lutz in Stuttgart, sein Thema war „Fehler- und Risikomanagement in der Anwaltssozietät“, DAV Präsident Ulrich Schellenberg, und Prof. Dr. Jan U. Hagen, ESMT Berlin.


"STASI RAUS-ES IST AUS"

15. Januar, Campus der Demokratie, Berlin
 

Am 15. Januar 2019 gab es auf dem ehemaligen Stasi-Gelände, heute CAMPUS DER DEMOKRATIE, eine Reihe von Veranstaltungen, die an den 15. Januar 1990 erinnerte. "Stasi raus, es ist aus!" war einer der Rufe, der auch zur Demonstration am 15. Januar 1990 vor der Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg zu hören war. Tatsächlich öffneten sich an diesem Abend die Tore und Tausende Menschen strömten auf das Gelände des Ministeriums für Staatssicherheit. Damit setzte sich ein Prozess fort, der in den Bezirken der DDR begonnen hatte und der am Ende die weltweit erstmalige umfassende Öffnung von Akten einer Geheimpolizei bewirkte.
Es gibt um dieses Ereignis viele Legenden. In einer Podiumsdiskussion im "Haus 22" waren Margitta Kupler (ehemaliges Mitglied des Zentralen Runden Tischs), der Historiker und Zeitzeuge des Protestes vor 30 Jahren , Dr. Christian Halbrock und Gilbert Furian (Zeitzeuge) um Aufklärung bemüht.
Foto: (von l.n.r.) Furian, Kupler, Moderator Alfred Eichhorn und Dr. Halbrock.