Ein Rückblick auf 2018

Die Hände meines Vaters

22. Juni, ROTER SALON der Volksbühne, Berlin
 

Die Vorstellung des Buches "Die Hände meines Vaters", von Irina Scherbakowa, am 22. Juni im ROTEN SALON der Volksbühne in Berlin, begann mit einem Video und der Stimme von Juri Borissowitsch Lewitan , der am 22. Juni über RADIO MOSKAU zu den Menschen in der Sowjetunion sprach. Die Autorin sagte zu Beginn, dass es eine lange Zeit gab, in der sie sich hätte nicht vorstellen können, an diesem Tag in Berlin zu sein.
Scherbakowa las drei Kapitel aus ihrer ambivalenten Familiengeschichte Alfred Eichhorn brachte das Gespräch auch auf aktuelle Themen, etwa die Arbeit von MEMORIAL, Scherbakowa ist eine der Aktivistinnen dieser Organisation, bis hin zum Begriff "Putinversteher".
Foto: Barahona


SED, STASI UND STUDENTENBEWEGUNG

05. Juni 2018, Berlin
 

In einer Veranstaltungsserie unter dem Titel "DAS DOPPELTE 1968 - Hoffnungen, Aufbruch, Protest" die am 10. April 2018 begann und am 4. Dezember endet, sind Zeitzeugen und Wissenschaftler den Ereignissen um das Jahr 1968 auf der Spur. Unter www.deutsche-gesellschaft-ev.de erfahren Sie mehr zu dem Projekt. Die Einzelnen Veranstaltungen werden in Ton und Bild dokumentiert.
Am 5. Juni wurde über SED, STASI UND STUDENTENBEWEGUNG diskutiert. Das Fragezeichen hinter dem Titel "GELENKTER PROTEST?" wurde im Laufe es Abends größer.
Auf dem Foto (v.r.n.l.) Der Jurist Dr. Knut Nevermann, Staatssekretär a.D., Prof. Dr. Müller-Enbergs, Syddansk Universitet Odense, der einen erhellenden Einführungsvortrag hielt, Eva Quistorp, Theologin, Politologin und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Klaus Schroeder, Otto Suhr Institut für Politikwissenschaften der FU und Alfred Eichhorn, Moderator.



Kulturorte im Wandel

26. Mai 2018, Bitterfeld-Wolfen
 

Seit einiger Zeit widmet sich die Rosa-Luxemburg-Stiftung KULTURORTEN IM WANDEL. Nachdem man in Senftenberg und Schwedt unterwegs war, gab es am 26. Mai eine Erkundung in Bitterfeld-Wolfen. Die Teilnehmer einer Busexkursion konnten sich mit der gründlich veränderten Region bekannt machen. In der abschließenden Diskussion ging es um Gegenwart und Zukunft großer Kulturhäuser, den einstigen BITTERFELDER WEG, Zirkelarbeit der Schreibenden gestern und heute und andere, oft vergangene volkskünstlerische Bewegungen. Versucht wurde eine Bilanz der SED Kulturpolitik.
Auf dem Foto (v.l.n.r) Andreas Montag, Schriftsteller , leitender Redakteur der mdz in Halle, die früher mal “Freiheit“ hieß, Dieter Burkhardt , Jahrgang 1953 – Kulturhausleiter in Wolfen seit 1987, Rosemarie Hein, Lehrerin, Kunstwissenschaftlerin, Politikerin, MdB von 2009 bis 2017) und MdL fast 16 Jahre lang in Sachsen Anhalt, Moderator Alfred Eichhorn und Wolf Dietmar Soppart, Betonbauer, Bauhilfsarbeiter, Diplomingenieur, Projektsteuerer, Projektleiter, Generaldirektor in der DDR, der Bundesrepublik, in Russland, Weißrussland und anderswo. Seit fast 10 Jahren im Ruhestand. Noch heute "Schreibender Arbeiter".



13. Ökofilmtour

18. April 2018, Hans Otto Theater, Potsdam
 

Am 18. April fand im Hans Otto Theater Potsdam (Reithalle) die Abschlussveranstaltung der 13. Ökofilmtour statt. 
Zum Wettbewerb 2018 wurden 40 Fernseh- und Kino- sowie 17 Kurzfilme aus dem deutschsprachigen Raum ausgewählt. Rund 200 ehrenamtliche Mitveranstalter der Umwelt- und Naturschutzvereine in mehr als 60 Orten organisierten von Januar bis April 2018 die Tournee durch Brandenburg. Das Foto zeigt die Preisträger, Förderer und Juroren. 

Die GÜNTER FISCHER BAND, mit Laura Fischer sorgte während der Abschlussveranstaltung für einen würdevollen, künstlerischen Rahmen. GÜNTER FISCHER Komponist von internationalem Rang, gründete die Band 1967. Allein mit einigen Titeln der legendären Amiga Krug-Fischer Platten aus den 70iger Jahren gewannen die Musiker nach der Preisverleihung die Herzen des Publikums. Alfred Eichhorn der Moderator des Abends sprach mit Fischer (links im Bild) auch über dessen internationale Kariere und ihre erste Begegnung im Saal 4 des DDR - Rundfunks vor mehr als 40 Jahre. Produziert wurde da die Sendereihe "JUNGE LEUTE IM STUDIO 4" die Eichhorn zusammen mit Jürgen Böhm damals moderierte. Nicht wenige Gäste dieser Reihe (Manfred Krug, Klaus Lenz, Günter Fischer, Nina Hagen, Armin Müller Stahl, oder Uve Schikora) verließen in dieser Zeit die DDR. Noch heute lobt Fischer die ausgezeichneten Produktionsbedingungen und das Engagement der Produzenten im DDR Rundfunk.

Gagarin

17. April 2018, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin
 

GAGARIN - war am 16. April Gesprächsthema im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Der Umgang mit seinem Vermächtnis, aber vor allen die Ursachen seines Todes vor 50 Jahren wurden diskutiert. Das Buch DER UNBEKANNTE GAGARIN von Gerhard Kowalski war ein Ausgangspunkt des Gesprächs. Es stellte sich bald heraus, dass die Unterzeile "Die letzten Geheimnisse von Juri Gagarin", die der Verlag 2015 wählte, eine etwas voreilige Formulierung ist. Um auf den neuesten Stand zu kommen sollte man sich die Internetseite von Kowalski (links im Bild) ansehen.



"Vom Hin und Her zwischen Theater, Kunst und anderen Medien"

27. Februar 2018, Literaturforum im Brecht Haus, Berlin
 

"Vom Hin und Her zwischen Theater, Kunst und anderen Medien" war im LITERATURFORUM IM BRECHT HAUS am 27. Februar die Rede. 90 Minuten lang berichtete Chris Dercon im ausverkauften Haus über seine Pläne, markierte selbstkritisch die Defizite seiner Arbeit und gab Aufschluss über seine Berufsstationen, seine künstlerische Entwicklung und seine ästhetischen Anschauungen. Die von einigen Journalisten erwartete Fortsetzung des DERCON - STREITS hatte der Moderator nicht im Sinn. Die Antwort auf die Frage ob ein Ausstellungsmacher zum Theaterintendanten taugt muss am Rosa-Luxemburg-Platz gegeben werden.
Foto (v.r.n.l.): Ursula Vogel (Literaturzentrum), Intendant Chris Dercon, Moderator Alfred Eichhorn

SUEDDEUTSCHE ZEITUNG:

Castorf und der Eindringling
http://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-castorf-und-der-eindringling-1.3886412

DER TAGESSPIEGEL:

Chris Dercons Pläne bleiben im Nebel Was will der neue Intendant der Berliner Volksbühne? Chris Dercon wird beim Gespräch im Literaturforum im Brecht-Haus nicht konkret.
http://www.pnn.de/kultur/1262910/

BERLINER ZEITUNG:

Volksbühnenkrise Chris Dercon definiert im Brecht-Haus seinen Theaterbetrieb um
https://www.berliner-zeitung.de/kultur/theater/volksbuehnenkrise-chris-dercon-definiert-im-brecht-haus-seinen-theaterbetrieb-um-29794604

Volksbühnenkrise Chris Dercon definiert im Brecht-Haus seinen Theaterbetrieb um – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/29794604 ©2018



„Anspruch und Erbe demokratischer Revolutionen“

01. Februar 2018, Haus der Wissenschaften, Bremen
 

„Anspruch und Erbe demokratischer Revolutionen“ war ein Podiumsgespräch überschrieben, dass am 1. Februar von der Direktorin der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen Prof. Dr. Susanne Schattenberg eröffnet wurde. Die russische Germanistin und Kulturwissenschaftlerin, MEMORIAL Aktivisten  Irina Scherbakowa,(jüngst erschien ihr Buch "Die Hände meines Vaters"), der ungarische Politiker, Jurist und Soziologe, (vom 31. Oktober 1990 bis zum 3. Oktober 2010 Oberbürgermeister von Budapest) Gábor Demszky und der ehemalige Direktor der Forschungsstelle Osteuropa Wolfgang Eichwede reflektierten im Gespräch über Wege in den Dissens und die Entwicklung von Oppositionsbewegungen in Ost(mittel)europa sowie die Perspektiven und Reaktionen aus dem Westen.
Diskutiert wurde darüber welche Hoffnungen mit den revolutionären Umbrüchen in Ost- und Ostmitteleuropa 1989 und 1991 verbunden waren und was aus heutiger Perspektive daraus geworden ist. Die Gäste aus Moskau und Budapest informierten ausführlich über die Situation in ihre Ländern und die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Arbeit.

Foto (v.l.n.r.): Susanne Schattenberg, Moderator Alfred Eichhorn, Irina Scherbakowa, Gábor Demszky, Wolfgang Eichwede.