Ein Rückblick auf 2017

"Gagarins Vermächtnis"

25.September 2017, Rosa-Luxemburg Stiftung, Berlin
 

Am 25. September ging die Ausstellung "Gagarins Vermächtnis" im Foyer der Rosa-Luxemburg Stiftung mit einer Diskussion zu Ende. Die Fotoausstellung war ein Versuch, mit Erinnerungen und Visionen am Anspruch einer friedlichen Erforschung des Weltalls festzuhalten.
Meine Gesprächspartner zur Finissage waren der russische Kosmonauten Michail Borissowitsch Kornijenko und der Raumfahrtexperten Gerhard Kowalski
Kornijenko war Bordingenieur der ISS-Expedition 23 und der ISS-Expedition 24. Der Start mit dem Raumschiff Sojus TMA-18 zur ISS fand am 2. April 2010 statt. Am 27. Juli 2010 unternahm er zusammen mit Fjodor Jurtschichin seinen ersten Weltraumausstieg. Es folgte dann eine Jahresmission -zusammen mit Scott Kelly (USA) befand sich Kornijenko ab dem 28. März 2015 knapp ein Jahr auf der ISS, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper für einen längeren Zeitraum zu testen. Für einen 3. Start ist er bereit.
Gerhard Kowalski (Der GAGARIN-PAPST) ist ein Experte, der den Besuchern im SALON der Rosa Luxemburg Stiftung fast alles vermitteln und erklären konnte.
Seine immer aktuelle Seite im Netz: http://www.gerhardkowalski.com

Ein Bericht über die Veranstaltung auf sputniknews.com.

Foto: Kowalski, Moderator Eichhorn, Kornijenko und Dolmetscher Werner Reinhardt.(v.r.n.l.)




„Geschichte und Rezeption von Desertion – Annäherung an ein schwieriges Thema“

28. Juni 2017, Gedenk- und Begegnungstätte in der Potsdammer Leistikowstrasse
 


Die Gedenk- und Begegnungstätte in der Potsdammer Leistikowstrasse zeigte seit dem 12. Oktober 2016 eine Sonderausstellung zu einem bis dato von der Forschung und der Öffentlichkeit wenig beachtetem Thema. Unter dem Titel „Fahnenflucht in den Westen. Sowjetische Deserteure und ihre deutschen Helferinnen und Helfer“ wurden neun exemplarische Fluchtgeschichten vorgestellt.
Damit warf die Ausstellung auch ein Schlaglicht auf die Lebensumstände in der Nachkriegszeit, die Zustände in der sowjetischen Armee, die Fluchtgründe, die interalliierte Flüchtlingspolitik und die sowjetische Repressions - und Rechtspraxis. Am 28. Juni gab es in der Leistikowstraße eine Finissage, eine Diskussionsrunde unter dem Schwerpunkt „Geschichte und Rezeption von Desertion – Annäherung an ein schwieriges Thema“. Die Absicht: Experten sollten den Blick noch einmal weiten und die Desertion sowjetischer Soldaten in einen größeren historischen Kontext einordnen.
Die Diskussion bestritten: Doz. Dr. Barbara Stelzl-Marx, stv. Institutsleiterin des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung (Graz), Dr. Magnus Koch, (Hamburg) und Dr. Rüdiger Wenzke vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (Potsdam). Frau Dr. Stelzl-Marx hat sich intensiv mit sowjetischen Besatzungssoldaten in Österreich, Herr Dr. Koch mit Wehrmachtsdeserteuren und Herr Dr. Wenzke mit Soldaten der NVA beschäftigt.

Foto: (v.l.n.r.) Magnus Koch, Ines Rech, Leiterin des Hauses, Moderator Alfred Eichhorn, Barbara Stelzl-Marx, Rüdiger Wenzke




„Siegfried in Stahlgewittern“ - Was ist Rechte Kulturpolitik und welche Gegenstrategien gibt es?

13. Juni 2017, Rosa-Luxemburg Stiftung, Berlin
 

Am 13. Juni gab es im SALON der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Diskussion unter der Überschrift: „Siegfried in Stahlgewittern“ - Was ist Rechte Kulturpolitik und welche Gegenstrategien gibt es?

Es war eine Diskussion im Rahmen von Aktivitäten des Gesprächskreises Kultur der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Eingeleitet wurde die Zusammenkunft mit einem kenntnisreichen Vortrag von David Begrich. Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. in Magdeburg.

Auf dem Foto (v.l.n.r): Anne Helm, MdA, Berlin, Alfred Eichhorn, Moderator, Gerrit Große, MdL Brandenburg und Tino Eisbrenner, Liedermacher, Theaterdarsteller, Komponist, Musikproduzent der die Zusammenkunft mit musikalischen Darbietungen bereicherte.


Buchvorstellung: Winfried Sühlo "DER ROTE KOFFER"

06. Juni 2017, Literaturforum im BRECHT-HAUS, Berlin
 

Am 6. Juni hatte Winfried Sühlo Gelegenheit sein Buch "DER ROTE KOFFER" im Literaturforum im BRECHT-HAUS vorzustellen. Der Untertitel: "Mein Blick auf ein gespaltenes Land"

Jemand schrieb zum Buch:
„Egal, wo er tätig wurde: in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes, in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der DDR oder in der Staatskanzlei von Schleswig-Holstein. Winfried Sühlo unterschied sich von vielen seiner westdeutschen Landsleute: In seinem Bewusstsein war stets die DDR als Teil Deutschlands präsent. Nicht pflichtschuldig, sondern als gelebte Realität. In dieser Hinsicht glich er Günter Gaus, der ihm nahestand.“
Eine Aufzeichnung des Gesprächs ist demnächst auf dieser Seite zu finden.

Foto: (v.l.n.r.) Der Autor Winfried Sühlo, Ursula Vogel, die Leiterin es Literaturforums, Moderator Alfred Eichhorn



„Wie starb Benno Ohnesorg. Der 2. Juni 1967“

31. Mai 2017, Rosa-Luxemburg Stiftung, Berlin
 

Am 31. Mai wurde im SALON der Rosa-Luxemburg Stiftung der Film: „Wie starb Benno Ohnesorg. Der 2. Juni 1967“ gezeigt. Danach gab es eine Diskussion zu zwei aktuellen Büchern zum Thema.
Die Autoren Eckard Michels ("Schahbesuch 1967 - Fanal für die Studentenbewegung) und Uwe Soukup (DER 2. JUNI 1967 - Ein Schuss, der die Republik veränderte) legten Bücher vor, die sich sowohl mit der Geschichte des Mordes an Benno Ohnesorg, als auch mit den politischen Umständen dieser Zeit befassen. Soukup, der so genau und so detektivisch wie keiner vor ihm, den Mord an Ohnesorg untersuchte und Michels, der die erste umfassende Geschichte des 2. Juni 1967 als innen - wie außenpolitisches Ereignis vorlegte, stritten leidenschaftlich um die Relevanz des Zeitzeugen in dieser Angelegenheit.

Foto: (v.l.n.r.) Uwe Soukop, Moderator Alfred Eichhorn, Eckard Michels



"Laudato SI" - oder zurück auf die Arche Noah?

25. Mai 2017, Kirchschiff des Kirchentages, Berlin
 

"Laudato SI" - oder zurück auf die Arche Noah? So war am Himmelfahrtstag 2017 ein Gespräch auf dem Kirchenschiff zum Kirchentag überschrieben.
Erörtert wurde die Frage: Wohin geht es mit der Klimapolitik? Zu den Ausgangspunkten gehörte die Enzyklika "Laudato SI", der Besuch des US-Präsidenten beim Papst und der gerade beendete Petersberger Klimadialog.


Die Protagonisten: Prof. Ottmar Edenhofer (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung), Christoph von Marschall, Tagesspiegel und Annalena Baerbock, MdB Bündnis 90/Die Grünen.
Musik: Detlef Bensmann und Lilly Paddags (Saxophon)

Foto: (v.r.n.l.) Ottmar Edenhofer, Christoph von  Marschall, Joachim Hake, Direktor der Katholischen Akademie, die zur Diskussion unter Deck eingeladen hatte, die Solisten Lilly Paddags und Detlef Bensmann, Annalena Baerbock und der Moderator Alfred Eichhorn.

Bei Fragen zu Einzelheiten zur Veranstaltung und zu anderen Aktivitäten der Katholischen Akademie : information@katholische-akademie-berlin.de.


Abreißen, Bewahren, Umgestalten?

24. Mai 2017, STASI Museum, Berlin
 

Abreißen, Bewahren, Umgestalten?
Diese 3 Stichworte gab es am 24. Mai bei einer Diskussion zur Zukunft des ehemaligen Stasi-Geländes in Berlin-Lichtenberg.
Manche Einrichtungen, wie das Stasi-Museum, eine openair-Ausstellung oder das Ärztehaus locken schon jetzt viele Besucher auf das Gelände. Aber manche Gebäude, selbst solche im öffentlichen Besitz, sind nicht saniert, alte Remisen, Garagen und große Parkplatzflächen wirken wenig einladend. Die Pläne von manchen Privateigentümern sind nebulös geblieben. Noch ist nicht absehbar, wie sich der Gedenk- und Lernort auf attraktive Weise mit dem Stadtteil verbinden kann. Noch ist nicht klar, wie das Gelände einen Entwicklungsschub bekommt. Deswegen lud das Bürgerkomitee 15. Januar zur Diskussion. Der Architekt Dr. Dieter, Hoffmann-Axthelm, begann die Veranstaltung mit einer Einführung. Über städtebauliche, politische und ästhetische Fragen wurde diskutiert. Es gibt ehrgeizige Pläne, dort einen Campus der Demokratie zu entwickeln. Benjamin Hudler, Förderkreis Campus der Demokratie, (CDU), stellte sie vor.
Das Gelände ist Teil eines förmlichen Sanierungsgebietes im Fördergebiet Frankfurter Allee Nord (FAN), das der Senat besonders unterstützten will. Welchen Einfluss wird es auf das Gesicht des Geländes haben? Sebastian Scheel, Staatssekretär, Senatsverwaltung für Wohnen und Stadtentwicklung (DIE LINKE) gab Erläuterungen. Für Birgit Monteiro, Baustadträtin in Lichtenberg, SPD, sie sagt vonsich selbst::"Ich bin pragmatisch, hartnäckig, eine Macherin" war die Diskussion nicht neu. Fest steht: Die Situation ist verfahren. Im August gibt es einen Neustart, das teilte der Staatssekretär Scheel mit.
Dr. Christian Booß, der Vorsitzende des Bürgerkomitee 15. Januar e.V. - Berlin hatte, neben den Politikern eine Reihe von Akteuren, eingeladen. Planer, Eigentümer und erfahrene Gedenkstättenarbeiter. Dokumente und Wortmeldungen zum Thema schickt er Ihnen gern zu: info@buergerkomitee.org

Foto:(v.l.n.r.) Sebastian Scheel, Birgit Monteiro, Moderator Alfred Eichhorn, Benjamin Hudler, Dieter Hoffmann-Axthelm, Christian Booß Moderator und Initiator der Zusammenkunft.



"Geschichte als Aufklärung. Zur Krise eines liebgewonnenen Denkmodells"

26. April 2017, Böll-Stiftung, Berlin
 

Am Abend des 26. April, sprach Prof Martin Sabrow in der BÖLL-Stiftung zum Thema: "Geschichte als Aufklärung. Zur Krise eines liebgewonnenen Denkmodells"


Ein Zuhörer schrieb dem Moderator per Mail nach Vortrag und Diskussion:
"Ich war von 20 Uhr bis 21 Uhr 55 im Livestream aufmerksamer undbisweilen intellektuell überforderter Zuhörer und Zuschauer dieser geschichtspolitischen Exkursion und Diskussion gewesen.
Faszinierend war nicht nur das geballte Wissen des Geschichtsforschers Sabrow, sondern auch seine Eloquenz und seine klare Diktion.Er ist wohl eine fachliche Koryphäe und war mir nicht bekannt.
Ich glaube, dass Sie, offensichtlich miteinander von früheren Begegnungen bekannt, viel Zeit in die Vorbereitung zur Moderation investiert haben.
Es war ein spannender Abend mit 'professioneller' Zuhörerschaft."


Weitere Informationen zu dieser Veranstaltungen und zu den Aktivitäten der Stiftung auf diesem Feld, können Sie bei Frau Dr. Marianne Zepp, Referentin Zeitgeschichte, erfragen.

Foto: Martin Sabrow, Marianne Zepp, Alfred Eichhorn (v.r.n.l.)



„Immer schön auf Augenhöhe“

11. April 2017, Literaturforum im Brechthaus, Berlin
 

"Alfred Eichhorn, freier Journalist, führte in den Abend im Literaturforum im Brechthaus mit einer kleinen Zeitreise in Gesines Geburtsjahr ein. Danach folgten Fragen zu dem politischen, aber auch dem privaten Leben von Gesine, die passend dazu gerne eine kurze Sequenz ihres neuen Buches „Immer schön auf Augenhöhe“ vorlas. Viele Menschen zog es an diesem Abend nicht in das Literaturforum, aber alle lauschten gespannt dem sehr interessanten Dialog zwischen Eichhorn und Lötzsch",
das ist auf der Webseite von Gesine Lötzsch über den Abend des 11. April zu lesen, da die prominente Linkspolitikern im Literaturforum zu Gast war. Der Moderator setzte mit der Abgeordneten des Bundestages eine Serie von Gesprächen fort, bei denen Politiker über ihre Veröffentlichungen und Anschauungen zu politischer Kultur sprachen.



Internationalen Tag gegen Rassismus

21. März 2017, AWO, Berlin
 

Eine angeregte Diskussion, weit über drei Stunden, fand am 21. März, zum Internationalen Tag gegen Rassismus, bei der AWO in Berlin statt. Zu Vorurteilen, Ressentiments und Populismus gab es Analysen und Erfahrungsberichte.
Auf dem Foto, (v.r.n.l.): Brigitte Mihok (AWO), die Organisatorin der Zusammenkunft, Wolfgang Thierse, (Bundestagspräsident a.D.), Brigitte Döcker (AWO), der Historiker Wolfgang Benz, der einen Einführungsvortrag gehalten hat, Britta Hilpert (ZDF), die Politikwissenschaftlerin Britta Schellenberg aus München, Gerwin Stöcken AWO Präsidiumsmitglied und Dezernent in Kiel, und Moderator Alfred Eichhorn.
Wenn Sie an Einzelheiten oder Materialien zum Thema interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Frau Mihok.



Soll und Haben - Kultursenator Dr. Klaus Lederer

02. März 2017, Literaturforum im Brecht Haus, Berlin
 

Kompetent, meinungsstark und nicht zuletzt unterhaltend erlebten die Besucher im vollbesetzten LITERATURFORUM im BRECHT- HAUS den Kultur - und Europasenator, Bürgermeisters Dr. Klaus Lederer am 02. März 2017.

Alfred Eichhorn erkundete SOLL UND HABEN nach 78 Amtstagen. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum machten deutlich, wie wach die Berliner die Stadtentwicklung verfolgen. Die Agenda des Senators dürfte nach diesem Abend noch umfangreicher geworden sein.
Auf dem Foto (von l.n.r.): Der Senator, die Leiterin der Literaturforums Ursula Vogel und der Moderator.



Martin Sabrow: "Erich Honecker - Das Leben davor - 1912-1945"

26. Januar 2017, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin
 

Eine geistreiche, und inspirierende Betrachtung jüngerer Geschichte erlebten die Besucher im voll besetzte SALON der Rosa Luxemburg Stiftung am 26. Januar. Zu Gast war Martin Sabrow, Historiker und Politikwissenschaftler (rechts im Bild). Er ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Thema: Sein Buch "Erich Honecker - Das Leben davor - 1912-1945", C. H. Beck Verlag.

Das Buch "liest sich wie ein Agententhriller [...] großartiges Buch" schrieb Marc Reichwein, (Literarische WELT, 1. Oktober 2016)
Bei Martin Sabrow lernt man, wie geschichtswissenschaftliche Biografik aussehen muss, schwärmte Marc Reichwein in seiner Rezension , in der er neue Standards in Sachen Honecker-Biografie vorfindet.
Der Moderator erkundete, wie der Wille der Partei, auch die Vergangenheit ihrer Kader zu kontrollieren, der bei Sabrow ausführlich dokumentiert wird, im Einzelnen umgesetzt wurde. Auch Sabrows Feststellung "So stark sich Honeckers zweites Leben von seinem ersten unterschied, wirft es doch die Frage auf, welches biographische Gepäck er aus dem ein in das andere mitnahm .. und welche Kontinuitätslinien ihn begleiten" war Gegenstand des Gesprächs.